GERMANY
NOVELS
Das Schweigen (O Silêncio), transl. Karin von Schweder-Schreiner, Munich Frauenbuchverlag, 1987
REVIEWS
Die lange Zeit der Resignation,das allmaehliche Erwachen und der Akt der politischen Befreiung mit den jeweiligen subjektiven und persoenlichen Folgeerscheinungen,all dies spiegelt sich in den Romanen von T.G. wider,und zwar in einer Art und Weise,die sich deutlich ueber die konkrete politische Lage Portugals zu erheben vermag. Die Autorin beschreibt, wie in einem zaehen Entwicklungsprozess die ueber lange Zeit verinnerlichten beharrenden Kraefte und diejenigen des Aufbruchs und der Revolte immer wieder hart aufeinanderprallen, und sie zeichnet die beschwerlichen Wege der Befreiung und Oeffnung in allen erdenklichen Bereichen von Gesellschaft,Kunst und Kultur in ihrer ganzen Vielfalt nach.
GESA HASEBRINK,DIE SCHWESTERN DER MARIANNE ALCOFORADO
Der neue literarische Diskurs versteht sich (bei T.G.) als Suche,welche die gewohnten Verbindungen der Sprache zur Realitaet aufbrechen soll. Auf diese Weise koennen soziale Konventionen, Autoritaeten, Marginalisierungen und Entfremdungen hinterfragt und Wege zur Ueberwindung aufgewiesen werden.Die Romanen stehen zugleich in der Tradition des Subjektivismus und der Sozialkritik.Die Annaeherung an die Aussenrealitaet dient der Verhinderung von Herrschaftsstrukturen,die nun von einer klaren,individuell gefestigten Position angegriffen werden koennen,deren Erforschung sich das subjektivische Interesse widmet.
HELMUT SIEPMANN, PORTUGIESISCHE LITERATUR DES 19.U.20.JAHRHUNDERS